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It’s time for Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope

ubuntu_9_04_desktopWer sich dafür interessiert, hat es wahrscheinlich bereits gelesen. Die Beta der kommenden Version von Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope ist vergangene Woche erschienen. Ich selbst verwende seit Alpha3 Jaunty produktiv(!) und bin positiv überrascht. Jaunty wirkt frischer und vor allem läuft es spürbar schneller. Viele Bugs wurden ausgebessert, viele Features eingepflegt. So kommt Ubuntu 9.04 mit dem aktuellen Gnome 2.26.0, Openoffice.org 3.0.1 (3.1.x wir wohl erst mit der nächsten Version kommen). Unter der Haube kommt der Linux Kernel 2.6.28 zum Einsatz (leider hat wohl die Zeit zur Integration von 2.6.29 nicht mehr gereicht). Wer möchte kann Ubuntu 9.04 bereits mit dem relativ neuen Dateisystem ext4 installieren, einen allzu großen Geschwindigkeitsvorteil sollte man sich dadurch allerdings nicht erwarten. Auch gibt es noch ein bereits bekanntes Problem mit ext4, welches zu Datenverlust führen kann. Ich zumindest verwende weiterhin ext3.

Völlig verändert hat sich der GDM Login Bildschirm mit nun schwarzem Hintergrund. Das neue Wallpaper von Ubuntu 9.04 zeigt nun erstmals seit langem nicht das zum Namen der Version gehörende Tier, sondern einen schlichten rötlich/braunen Hintergrund.

Wer Interesse hat die Beta von Ubuntu 9.04 bereits zu verwenden, sollte sich über bereits bekannte Probleme informieren.

Dunkles Theme für Ubuntu

Ubuntu Dust Theme
Ubuntu Dust Theme

Auch wenn es viele nicht glauben und meinen damit nicht arbeiten zu können. Ich finde es wirklich hübsch und habe mich schnell an ein dunkles Theme für Ubuntu 8.10 (Dust) gewöhnt. Auch passt ein etwas adaptierter Avant Window Navigator hervorragend dazu.

Firefox Theme sowie Desktop Hintergrund sollte man ebenfalls bei oben genannten Link finden. Einfach mal ausprobieren.

Ubuntu 8.10 – Intrepid Ibex

Da ich schon lange nichts mehr geschrieben habe, gibts einfach mal ein Status Update: Das Upgrade von Ubuntu 8.04 zu 8.10 verlief (erwartungsgemäß) problemlos und es gibt eigentlich nicht mehr zum ergänzen. Es läuft einfach hervorragend und macht Spaß.

MythTV fehlt

Wenn man nicht zu Hause ist und wieder auf einen konventionellen Fernseher angewiesen ist, dann fällt einem schnell wieder ein, dass es ja Wartezeiten auf bestimmte Filme, Serien oder Sonstiges gibt und – viel schlimmer – dass es Werbung gibt!

Zuhause verwende ich einen alten Rechner (P4 2GHz, 512MB RAM, 750GB HDD) mit einem DVB-T Stick und einer minimalen Ubuntu Installation mit dem MythTV-Backend und -Frontend Paketen (gibt es auch gleich kombiniert als Mythbuntu). Das ganze ist somit ein vollwertiger Personal Video Recorder, welcher anhand festgelegten Regeln Filme, Serien etc. aufnimmt, Werbung auschneidet (bzw. markiert und beim Apspielen überspringt) und das gesammte auch bei Bedarf archiviert. Man kommt also abends nach Hause und sieht sich Filme dann an wenn man will, schaut die Serien dann wenn man will und kann alle nur erdenklichen Funktionen verwenden. Natürlich lässt sich damit auch direkt LiveTV sehen.

Das Ganze sehe ich bei mir Zuhause auf einem angeschlossenen normalen Flatscreen, es ist allerdings auch über das Netzwerk verfügbar und ich kann zB im Garten auf meinem Notebook etwas ansehen. Zudem gibt es ein Webinterface welches man bei entsprechender Konfiguration auch von extern ansteuern kann um schnell mal was aufzunehmen oder auch um bereits aufgenommene Dateien bzw. LiveTV direkt als Flashwebstream anzusehen.

Einziger Nachteil ist, dass man einen kompletten Rechner benötigt welcher auch eingeschaltet bleiben muss, bei den mittlerweile günstig erhältlichen Barebone-PCs mit Stromsparenden Netzteilen und Prozessoren ist das allerdings auch kein Problem.

EEE900 und der deutsche Markt

Ich bloggte bereits schon einmal davon, und nun ist letzte Woche wirklich das eingetreten, was ich befürchtet habe. Der Asus EEE900 wird von Asus auf dem deutschen Markt lediglich mit Windows XP und somit einer um 8GB kleineren SSD (12GB statt 20GB) ausgeliefert. Für die 60% weniger Speicher bekommt man auch noch gleich weniger Betriebssystem. Auch wenn es mir grundsätzlich egal ist, welches Betriebssystem vorinstalliert ist (man kann dieses ja ersetzten) finde ich es doch erstaunlich, wie es Microsoft wieder geschafft hat, die enge Bindung mit den Herstellern – in diesem Fall Asus – auszuspielen.

Fakt ist, für Windows XP wird nichts mehr entwickelt, es gibt keine Inhalts-Updates mehr und irgendwann ist schluss. Schlussendlich ist Linux flexibler, wartbarer und die Updates aus der Community sind genial. Ein Punkt wo ich selbst mein Notebook hin und wieder mit Windows starte ist die mangelnde Software zur Bearbeitung von Fotos und Grafiken (nein Gimp und Inkscape sind für mich keine Alternativen). Aber genau dieser Punkt wird auf den sogenannten Netbooks überhaupt nicht benötigt. Websurfen, Emails lesen und chatten sind Dinge, welche mit Linux heutzutage sehr konfortabel erledigt werden können. Für was also ein dickes Betriebssystem mit allen möglichen “Features”, welche auf einem Netbook nicht gebraucht werden?

Nun berichtet Golem auch noch darüber, dass im Moment der Zug ohne Windows fährt. Völliger Schwachsinn wie ich finde. Der Zug fährt ohne Windows Vista, allerdings mit XP und das ist es was mich stört.

Der Trend ist der richtige, allerdings fehlt es Asus, Acer und Co. im Moment noch an entsprechendem Selbstvertrauen um Windows in manchen Sparten komplett durch Linux zu ersetzen.

Ubuntu 8.04 Noch vier Tage

In vier Tagen ist es soweit und Ubuntu 8.04 Hardy Heron wird offiziell released werden. Ich verwende 8.04 seit der Beta Version und bin mit den aktuellen Updates sehr zufrieden. Das System läuft mit dem Kernel 2.6.24-15 sehr flott, der Firefox 3 Beta 5 ist mittlerweile recht stabil und Gnome 2.22 ist richtig genial.

Zwei kleine Bugs nerven mich allerdings momentan noch, fsck 1.40.8 will bei jedem (Re)boot meines Rechners die Platten prüfen und evolution-data-server 2.22 hängt sich (obwohl ich Evolution überhaupt nicht verwende) ca. eine halbe Stunde nach Systemstart auf und bleibt in einer Endlosschleife mit 100% CPU Load und ich muss den Dienst händisch beenden. Beide Bugs befinden sich bereits im Launchpad und sollen bis zum Release noch gefixt werden.

Alles in allem eine tolle Weiterentwicklung von Ubuntu Gutsy Gibbon.

Ubuntu 8.04: Totem mit Youtube Plugin

Totem YoutubeUbuntu 8.04 Hardy Heron kommt mit einem frischen Totem Videoplayer mit Youtube Plugin welches allerdings in der aktuellen Hardy Beta noch etwas angeschubst werden muss. Das Plugin lässt sich bei einigen Installationen nicht so einfach aktivieren und bricht mit der (nicht sehr aussagekräftigen) Fehlermeldung: Plugin Fehler “Plugin »YouTube-Browser« konnte nicht aktiviert werden” ab.
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Abhilfe schafft die Installation des Pakets python-gdata welches für das Plugin benötigt wird, dieses kann man mittels: sudo apt-get install python-gdata aus den Paketquellen installieren.

So sollte man nun zumindest Youtube Videos suchen können, kann man diese noch nicht abspielen, fehlt sehr wahrscheindlich noch Gnash und/oder GStreamer “bad”-Plugins welche man mit: sudo apt-get install gnash gstreamer0.10-plugins-bad installieren kann.

Nun sollte man einen funktionierenden Totem Videoplayer mit Youtube haben.

Ubuntu 8.04 Hardy Heron

Ich habe soeben meinen Desktop-Rechner, den ich eigentlich nicht allzu oft benutze dazu verwendet um von Ubuntu 7.10 Gutsy Gibbon auf Ubuntu 8.04 Hardy Heron (Beta) upzudaten und hatte mich eigentlich schon auf einige Probleme gefasst gemacht. Es kam allerdings ganz anders, ich schubste mittels

sudo update-manager -d

den Update-Manager an um die neue Distribution 8.04 zu finden. Alles wunderbar, 1027 Pakete mussten heruntergeladen werden – und das war auch schon der einzige nervige Teil, denn die Server scheinen momentan etwas Überlastet zu sein.

Nach ca. 2 Stunden Pakete downloaden und installieren kam der berüchtigte Dialog mit dem Hinweis das Systen nun Neustarten zu müssen. Mit gemischten Gefühlen sah ich dem Reboot zu denn, auf der einen Seite freut man sich über die neue Distribution, auf der anderen Seite weiß man ja nie – es könnte ja was schiefgegangen sein.

Nach einem etwas längeren Reboot als üblich startete GDM sofort und ich wusste zumindest meine ATI Grafikkarte wird erkannt und ich hab schonmal nicht mit der Konfiguration der xorg.conf zu rechnen. Der frische Login-Screen sieht schonmal toll aus und nach eintippen meiner Accountdaten klang auch bereits die Ubuntu-Startmusik und somit scheint auch meine Soundkarte zu funktionieren.

Auf dem Desktop angekommen sieht das ganze System deutlich frischer aus, das etwas adaptierte, neue Default-Theme sowie der neue Hintergrund finde ich sehr gelungen. Gefühlt ist das System auch deutlich schneller als 7.10 es war was allerdings auch an der ungeheueren Geschwindigkeit des neuen Firefox 3 liegen kann.

Alles in allem ein Update ohne Zwischenfälle oder Probleme. Perfekt!

Gnome 2.22

Nachdem vor sechs Monaten Gnome 2.20 veröffentlicht wurde, wurde heute nach dem festgelegten Release-Plan – und nach zwei Betas und eines Release-Candidates – die neueste Version der beliebten Linux Desktopumgebung Gnome veröffentlicht.

Die größte Änderung werden die Benutzer gar nicht bemerken, das ausgediente GnomeVFS wurde durch GVFS ersetzt. Für den Anwender allerdings erfreulicher sind bestimmt die optischen Aufwertungen sowie die neu hinzugekommenen Features. Eine neue Anwendung ist zum Beispiel Cheese, womit sich Fotos und Videos der Webcam aufnehmen und mit Effekten verändern lassen. Außerdem sind nun auch einige Desktop-Effekte (welche z.B. Compiz Benutzer bereits seit längerem kennen) in Gnome 2.22 integrierte worden. Die Systemuhr ist nun in der Lage auch mehrere Zeiten sowie Wetterdaten von unterschiedlichen Orten auf der Welt gleichzeitig anzuzeigen.

Gnome 2.22 Evolution Google KalenderEine – wie ich finde – sehr gelungene Änderung betritt den Gnome Standard-Video und -DVD-Player Totem welcher sich nun mit DVB versteht. Außerdem bietet ein neues nettes Feature nun die Möglichkeit, zum Beispiel Youtube Videos direkt im Totem-Player zu suchen und anzusehen. Der beliebte Gnome Email-Client Evolution kann nun auf die Google CalDAV zugreifen und integriert damit den Google-Kalender in den Client.

Für das Arbeiten auf einem Remote-System wurde der VNC-Client Vinagre integriert, Tastatureinstellungen wurden vereinfacht sowie viele kleine Änderungen welche auf den ersten Blick nicht auffallen.

Alles in Allem eine gelungene Weiterentwicklung einer hervorragenden Desktop-Umgebung. Vielen Dank an die Entwickler.